Plakate
History of Poster Art

In den 60er Jahren gestalteten Rick Griffin, Victor Moscoso, Ives Wilson, Stanley Mouse, Alton Kelly, Frank Zappa und andere Plakate für Jimi Hendrix, Grateful Dead, Quicksilver, Jefferson Airplane oder das Woodstock Filmore and Family Dog-Festival. Greatful Dead - by Victor Moscoso

Es ging diesen Künstlern darum, die Musik, die Happenings genauso wie ihr Lebensgefühl und ihre Trips bildlich wiederzugeben. Oder aber auch wie Frank Zappa damit gegen die öffentliche Abneigung und Zensur der dazumals neuen Lebensformen anzukämpfen.

Diese Idee der Selbstdarstellung wurde in den 80er Jahren vom Punk relativiert. Man nahm die Sache wieder selbst in die Hand und gestaltete mit einfachsten Mitteln und Techniken Flyers, Plakate und Fanzines (Frank Kozik zum Beispiel, klebte, wie hunderte andere Punks auch, handgemachte und fotokopierte Flyers an Telefonmaste und leere Mauerflächen). Oder man sprayte wie Mike Roman die Events mit Kartonschablonen auf das nackte Trottoir oder die eigene Lederjacke.

Heute, 20 Jahre später sind aus den Handzetteln Siebdruckplakate höchster Originalität und Qualität geworden. Diese Werke kommunizieren mit spärlichsten Mitteln und vermitteln dabei aber ein Maximum an Informationen. Mit grellen, fluoreszierenden Farben, humorvollen, teils sarkastischen Sujets und in Beziehung zum Namen oder Image der jeweiligen Band sind sie einmalig in ihrer Art: Cows - by Frank Kozik Für die Texastour der Melvins und L7 singt zum Beispiel der John F. Kennedy-Mörder Lee Harvey Oswald - auf dem Plakat. Und für die Cows steht ein total higher, sexuell überbordender Fred Feuerstein. Oder für die World Tour 93 der Bad Religion gestaltete Coop einen Macho Jesus, welcher mit zwei Nonnen unter dem Arm vor einem US-Dollarbanner posiert.

Alljährlich werden in verschiedenen Galerien Kaliforniens sowie in der CBGB-Galerie New Yorks Ausstellungen mit limitierten und signierten Plakaten von Kleinsmith, Newton, Pizz, Forbes, Savage Pencil, Pablo, XNO, Kozik, Coop und Kuhn gezeigt. Gefördert wurden diese Künstler hauptsächlich von "Long Gone John", einer schillernden Figur der kalifornischen alternativen Musik- und Kunstszene. Das von ihm gegründete Label "Sympathy for the music industry" vertreibt wohl die schönsten Produkte, die heute noch auf Vinyl erhältlich sind. John sagt: "Sympathy is a true garage label", komplett mit Waschmaschine, Tumbler und Zementboden (das Auto muss aber draussen bleiben, weil drinnen kein Platz mehr ist).

Das Sympathy Label bringt junge Musiker und Künstler zusammen, für viele ist es ihre erste Single oder ihr erstes Plattencover. Aber trotz grossem Erfolg, sind Long Gone John, Kozik, Coop und Kuhn sich selbst geblieben. Wenn ihnen ein Freund von einer guten Newcomer-Band erzählt, sind sie an deren nächstem Konzert sicherlich anzutreffen. Und falls sie an der Band Gefallen finden, sind sie natürlich bereit, für diese eine Single, ein Tourplakat oder ein T-Shirt zu produzieren. Zu ihrem Selbstverständnis gehört auch, dass Sie darauf achten, dass ihre Produkte für jedermann erschwinglich sind.

Nachfolgend einige Artikel aus dem Klang und Kleid Pressearchiv zu verschiedenen Plakatausstellungen.

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